Komodo Nationalpark
Einer meiner bisherigen Höhepunkte war der Besuch des Nationalparks Komodo im Osten Indonesiens. Aber vielleicht beschreibe ich erst einmal unsere Anfahrt, denn diese war nicht ganz so einfach, wie wir uns das vorgestellt hatten. Nachdem wir zwei Nächte auf Bali zwangsübernachteten, bekamen wir endlich zwei Flugtickets für Merpati-Airlines Richtung Sumbawa. Der Flug als solches war wirklich schrecklich. Zusammengefasst: zwei mal Sturzflug, dann zersprang unsere Scheibe neben ins in der Flugzeughaut und dann schlug die Cockpittür immer gegen irgendwelche Schalter.Als
wir auf Sumbawa gelandet waren, holten wir unser Gepäck aus der Maschine und gingen in die Empfangshalle. Dort stand ein Polizist mit einem Messer und eine Tischtennisplatte. Nach kurzem hin und her entschieden wir uns zu einer Taxifahrt in den nächstgelegenden Ort, Bima. Von dort nahmen wir den Linienbus bis Sape.
In Sape nahm uns eine Kutsche mit, die uns bis zum Hafen brachte. Dort
suchten wir uns
ein kleines Schiff, dass
uns bis Komodo fahren sollte. Nach etlichen Stunden waren wir dann
tatsächlich unterwegs. Die Eindrücke auf der Schiffsfahrt waren
unbeschreiblich. Von Angst bis Romantik bekamen wir alles geboten. Angst
deshalb, da wir nicht nach den versprochenen 2 Stunden sondern morgens um
drei Uhr nach 7 Stunden am Ziel waren, Romantik deshalb, da wir neben
etlichen Delphinen und fliegenden Fischen auch einen unbeschreiblichen
Sonnenuntergang auf dem Meer erlebten.Insgesamt
waren wir also 20 Stunden unterwegs. Aber wir waren nun wirklich dort, wo
wir hinwollten, auf Komodo. Eigentlich hätten wir die restliche
Nacht auch auf dem Kutter schlafen können, aber nach dieser langen
Überfahrt hatten wir erst einmal keine Lust mehr aufs Schiff und
weckten lie
ber einen Ränger
auf, der uns dann eine kleine Unterkunft im Nationalpark zuteilte.
Da es auf der Insel nur 1, 5 Stunden Strom am Abend gibt, mussten wir uns
mit Kerzen und Taschenlampen den Weg bahnen. Am
nächsten Morgen wurden wir von dem Geschrei der Kakadus geweckt. Auf
der Insel befindet sich eine vermischte Tierwelt aus indonesischen und
australischen Tieren, da Komodo hinter der Wallace-Linie liegt. Jetzt
drehte es sich nur noch um eine Frage: Sehen wir wirklich Komodowarane?
Auf den folgenden Fotos wird die Landschaft, der Ort Komodo und der Nationalpark veranschaulicht. Um die Tiere zu sehen, folge den Unterpunkten links in der Menuleiste.