Überwasser
Auch über Wasser findet man schöne Tiere
Eigentlich fliegt man auf die Malediven, um die Tierwelt unter Wasser zu beobachten. Aber auch oberhalb des Wasserspiegels lassen sich interessante Tiere bei ihrem täglichen Leben beobachten.
Der Fischreiher war das erste Tier, was wir auf der Insel ausfindig gemacht haben. Er landete direkt neben unserem Bungalow und breitete in der Sonne sein nassen Federkleid aus. Außerdem gibt er so Körperwärme an die Umgebung ab. Die Insel hatte etwa 5 Fischreiher. Interessant war ihn bei dem Fischfang zu filmen.
Neben diesen Vögeln sahen wir auch noch etliche Krabben- und Krebsarten.
Wir wunderten uns am ersten Tag, dass wir keine schöne Muschel am Strand
finden konnten. Bald bemerkten wir aber, dass es nicht an der Strömung
lag, sondern dass wir einen starken Konkurrenten hatten. Eine neues
Schneckengehäuse wurde sofort von einer unzählbaren Anzahl von
Einsiedlerkrebsen umworben.
Es war ein absolutes Glücksspiel. Meistens waren die schönen Schnecken schon bewohnt. Aber auch diese Tiere zeigen ein äußerst interessantes Verhalten. Man findet sie besonders schnell, wenn man aufmerksam Spuren im Sand sucht und diese verfolgt.
Auf dem Bild rechts umwerben gleich 20 Einsiedlerkrebse ein neues und
geräumigeres Schneckengehäuse.
Die Schönechse findet man am häufigsten in den Sträuchern auf der Sandbank. Sie besitzen eine wirklich schöne Zeichnung. Jedes Exemplar sah anders aus. Besonders niedlich sind ihre Drohgebärden Artgenossen gegenüber. Sie heben dann mit zuckenden Bewegungen ihren Kopf und plustern dabei ihren Halslappen auf.
Diese sehr flache Krabbenart sahen wir an den Mauern, die direkt ins Meer rein
ragten. In großen Mengen saßen sie dort, um Nahrung aus dem Wasser
zu filtern. Bei Gefahr schien sich die ganze Mauer ins Wasser zu stürzen,
um sich anschließend wieder aufzubauen.
Als wir an unserem Ankunftstag die Haie im flachen Wasser sahen, da haben wir uns schon Gedanken gemacht, wie viele wohl draußen am Riff rumschwimmen. Aber schnell hatte man sich an die kleinen Haie gewöhnt, die bis an den Strand schwammen. Sehr interessant war die in den frühen Morgenstunden stattfindende Hetzjagd auf die großen Fischschwärme, die den ganzen Tag die Küste land aufwärts und -abwärts schwammen. Die Haie starteten, wie abgesprochen, einen plötzlichen Angriff und die kleinen Fische sprangen bis auf den Sandstrand. Dorthin folgten die Haie und brauchten sich nur noch ihr Fressen einsammeln.
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